Trotz
Globalisierung zu Lasten der alten Industrienationen ist der
Wohlstand in weiten Teilen der Welt noch nicht angekommen.
Die weltweiten Spekulationen in Rohstoffe machen jetzt viele
Grundnahrungsmittel noch teurer. Manfred
Julius Müller Wie
schafft der Kapitalismus weltweit einen hohen
Wohlstand? Keine
Frage, auch die Chinesen, Inder, Afrikaner usw. haben ein
Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben und auf einen
ebenso hohen Wohlstand, wie wir ihn (noch) genießen
können. Deshalb verfolge oder empfehle ich auch keine
Ziele, die nur Deutschland oder dem Westen nützen oder
retten. Wie
aber nun lässt sich ein weltweiter Wohlstand
erzielen? 1.
Auch ohne Globalisierung können Entwicklungsländer
aufsteigen! Die
Vergangenheit hat genügend Beispiele geliefert - der
Aufstieg eines Entwicklungslandes ist nicht abhängig
von der weltweiten Ächtung der Zölle. 2.
Die Lohnkostenreform schafft ebenfalls
Verteilungsspielräume Wenn
man Zölle grundsätzlich ablehnt - auch die von mir
empfohlene Lohnkostenreform
(Finanzierung der Sozialsysteme über die
Mehrwertsteuer) saniert langfristig den Staatshaushalt und
ermöglicht damit höhere
Unterstützungszahlungen an die
Entwicklungsländer. 3.
Das Lohndumping-Einfuhrverbot Ich
habe bereits an anderer Stelle das Lohnduming-Einfuhrverbot
empfohlen, um den importierten Lohndruck von außen zu
mindern. Ich meine, ein solches System nützt auch der
Gegenseite, also den Entwicklungsländern. Denn die
Markenhersteller (und auf die kommt es an) können dann
nicht mehr einen Zulieferer gegen den anderen ausspielen und
ihre Einkaufspreise immer weiter runterknüppeln.
Steigende Löhne in den Entwicklungsländern
bedeuten zunehmende Kaufkraft - und inländische
Kaufkraft ist noch immer der beste Motor für einen
eigenen, selbstragenden Aufschwung. (Näheres). 4.
Renten als Entwicklungshilfe Was
würde geschehen, wenn in einem korruptionsfreien
afrikanischen Entwicklungsland jeder über
65-Jährige aus unserer Staatskasse eine Monatsrente von
10 Euro bekäme (im Rahmen der deutschen
Entwicklungshilfe)? Warum
dieses Rentensystem also nicht einmal bei einem kleinen
afrikanischen Staat austesten? 5.
Internationale Einnahmequellen für die
Entwicklungshilfe Ich
habe es schon an anderen Stellen angesprochen: Wie
schön wäre es, würde endlich der Treibstoff
für den internationalen Flug- und Schiffsverkehr
angemessen besteuert. Damit würde die Umwelt mehr
entlastet als mit dem komplizierten Handel mit
Emissionszertifikaten. Wenn die Einnahmen direkt über
eine Weltbehörde eingezogen und in die
Entwicklungshilfe fließen würde, hätten alle
was davon. Aber
auch hier bestätigt sich meine Skepsis: Selbst bei
einfacheren Maßnahmen, die seit Jahrzehnten
überfällig sind und von den fast alle nur Nutzen
hätten, sind internationale Abkommen nahezu
utopisch. Nur
ein kleiner Ausschnitt Startseite
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Manfred J. Müller, Flensburg
Macht
die Globalisierung blind? Die
Humanisierung des Kapitalismus ist
möglich! Das
Märchen von der globalen
Marktwirtschaft... Ökosteuer:
In 20 Jahren unabhängig vom
Erdöl! Das
Märchen von der internationalen
Arbeitsteilung Wann
wird China die neue
Supermacht? Globaler
Dumpingwettberb - was ist das
eigentlich? Gibt
es tatsächlich eine allgemeine
Marktsättigung? Höhere
Vermögenssteuern - das ewige
Patenrezept. Kapitalismus
in der Krise - woran es wirklich hapert. Was ist zu
tun? Generation
Praktikum Dienstleistungsgesellschaft
trotz Servicewüste? Wann
zerbricht der Euro? Warum
gibt es keine
Rentenanpassungen? "Wir
kriegen einfach keine
Leute!" Wie
schafft der Kapitalismus weltweit einen hohen
Wohlstand? Währungsdumping
- die schlimmste Spielart des
Protektionismus Weitere
interessante Seiten finden Sie auf www.anti-globalisierung.de,
www.weltwirtschaft-globalisierung.de,
www.parlamentswahlen.de
Deshalb ereifere ich mich auch nicht darüber, wenn im
großen Maße Technologietransfer nach Asien und
in die dritte Welt betrieben wird. Ich begrüße
diese Entwicklung sogar, auch wenn sie für Deutschland
schädlich ist. Alle Menschen dieser Erde sollen in den
Genuss hochwertiger Produkte kommen und aus dem menschlichen
Erfindergeist und dem technischen Fortschritt ihren Nutzen
ziehen.
Ohne Zölle hätte man in den westlichen
Ländern einen kontinuierlichen Wohlstandszuwachs, da
wäre es ein Klacks, 2 oder 3 % des BIP in die
Entwicklungshilfe zu stecken.
Ohne
Zölle regiert das
Kapital,
die Investoren verlangen und bekommen Subventionen und
Billiglöhne, der Staat hat kein Geld und muss auch bei
der Entwicklungshilfe knausern.
Man erreicht damit vermutlich Zweierlei: Es wird
breitflächig Kaufkraft gestreut und damit die Grundsaat
für einen Wirtschaftsaufschwung gelegt und zweitens
wird der (ökonomisch und ökologisch
schädlichen) Bevölkerungsexplosion entgegengewirkt
(Kinder wären als Alterssicherung nicht mehr
erforderlich). Einzige Voraussetzung für ein
Funktionieren dieses Rentensystems: Importierte
Konsumartikel müssten in dem geförderten Land
extrem hoch verzollt werden, damit die eingeführte
Kaufkraft nicht gleich wieder ins Ausland
abfließt.
Die
obigen Punkte zeigen nur kurz einige Möglichkeiten auf,
wie man ärmeren Ländern auf die Beine helfen
könnte. Ausführlichere Abhandlungen auch über
diese Thematik bietet mein Buch "Das Kapital und die
Globalisierung".
Weitere
Publikationen auf der Seite www.kapitalismus-online.de
Schafft
die Globalisierung wirklich Wohlstand und
Arbeitsplätze?.
Der
Kapitalismus muss nicht abgeschafft oder neu erfunden
werden. Einige wenige Stellschrauben würden
genügen, um den Raubtier-Kapitalismus zu
zähmen.
Marktwirtschaft
ist gut, soziale Marktwirtschaft noch besser. Aber
Globalisierung (totaler Freihandel durch Zollverzicht) und
Marktwirtschaft funktionieren nicht - beides zusammen kann
es nicht geben.
Predigen
kann man viel! Wer es ernst meint mit dem Umweltschutz und
der Abkoppelung von fossilen Energien, könnte dies ohne
weiteres erreichen.
Was
ist faul an der internationalen Arbeitsteilung? Bringt sie
wirklich mehr Effizienz?
Wann
wird china die USA als Supermacht Nr. 1 verdrängen und
welche Folgen wird es haben?
Alle
Insider reden vom globalem Dumpingwettbewerb - aber was ist
das eigentlich?
Wachsen die alten großen Industrienationen nur noch
langsam,
weil die Absatzmärkte gesättigt sind?
Die
Forderungen nach höheren Einkommens- oder
Vermögenssteuern finden immer großen Anklang.
Lösen höhere Vermögenssteuern die Probleme
oder schaffen sie nur neue?
Hat
die Politik noch die Kraft, den Kapitalismus zu reformieren?
Ist die Kapitalismuskrise überwindbar?
Schlechtbezahlte
Minijobs, Leiharbeit und Gratis-Praktika sind zum
Kennzeichen einer ganzen Generation geworden. Die Politik
könnte diesen Ausverkauf der Arbeit schnell
beenden.
Gibt
es überhaupt eine "moderne"
Dienstleistungsgesellschaft? Ist das Industriezeitalter
schon beendet?
Wie lange kann sich die künstliche
Gemeinschaftswährung noch halten?
Alles
wird teurer, doch die Nettorenten sinken. Ist die Alterung
der Gesellschaft daran Schuld oder doch eher das Versagen
der Politik?
Sobald
die Konjunktur etwas anspringt, behaupten viele Unternehmer,
dass sie keine Leute bekämen (trotz anhaltender
Massenarbeitslosigkeit)
Ohne
Globalisierung könnte man den Entwicklungsländern
viel besser helfen..
Während
Medien und Politik engstirnig den Zollprotektionismus
geißeln, tricksen andere Länder mit völlig
unterbewerteten Währungen.
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".