www.kapitalismus-online.de Einführung: Steckt
der Kapitalismus in der Krise? von
Manfred Julius Müller Die
Welt ist ungerecht. Einerseits schwelgen Milliardäre in
ihrem Reichtum, andererseits lebt über die Hälfte
der Menschheit in Armut. Angesichts dieser Diskrepanzen
fällt es wirklich nicht schwer, den Kapitalismus
anzuprangern und in Frage zu stellen. Viele
Meinungsmacher ziehen aus der der Fülle der
unbewältigten Probleme ihren Nutzen und schreiben
aufwiegelnde Abhandlungen und Bücher, die nicht selten
zu Bestsellern werden. Doch wem nützt das alles?
Es ist kein großes Kunststück, offensichtliche
Missstände anzuprangern und auf die vermeintlichen
Übeltäter einzudreschen. Aber es ändert sich
dadurch leider wenig. Die einseitige Kapitalismus-Schelte
sorgt oft nur dafür, dass die Empörung sich
entlädt und ins Leere läuft und das
Großkapital sich ungeniert weiter vermehren kann.
Noch
kontraproduktiver als blinde Wutattacken gegen den
Kapitalismus erweisen sich die daraus abgeleiteten
Alternativen. Wer am Ende seiner Kapitalismuskritik den
Kommunismus
anpreist, unterstützt letztlich nur seine Gegner. Nach
dem Zusammenbruch der Sowjetunion kann die Idee einer
staatlich gelenkten Zentralwirtschaft nicht wirklich
begeistern. Wer die Debatte auf dieses Thema verkürzt,
spielt den Kapitalisten in die Hände. Als
ebenso destruktiv erweisen sich die vielen anderen
Phantasiegebilde einer heilen Wirtschaftswelt. Dazu
zählen die immer wieder geforderten Geld- und
Bodenreformen, Negativzinsen, Landbesitzenteignungen, usw.
Glaubt jemand ernsthaft, dass solche Radikalreformen jemals
die kleinste Chance einer Umsetzung haben? Den Zins und
Grundbesitz als Wurzel allen Übels zu brandmarken halte
ich für unangemessen und tollkühn. "Wir
müssen den Kapitalismus nicht abschaffen, aber wir
müssen den Kapitalismus reformieren, wir müssen
zurück zur Marktwirtschaft!" Kapitalismus: Auf
beiden Seiten wird getrickst und betrogen, um von den
wirklichen Ursachen unseres Niedergangs
abzulenken. Die
Kapitalismuslobby, dazu zähle ich auch die Medien und
die meisten Politiker, versuchen mit allen Mitteln, der
Bevölkerung die Schuld der Misere in die Schuhe zu
schieben. Sie soll gefälligst ihr Anspruchsdenken
herunterschrauben, mehr arbeiten, weniger verdienen,
flexibler sein, mehr lernen und und und... Aber
auch die Kapitalismuskritiker machen schwerwiegende Fehler.
Sie versuchen blindwütig, das ganze kapitalistische
System in Frage zu stellen und mit absurden Ideen und
Forderungen die Welt auf den Kopf zu stellen.
Beide
Parteien sorgen somit letztlich dafür, dass von den
wirklichen Kardinalfehlern des derzeitigen
Global-Kapitalismus nur abgelenkt wird und die wirklich
relevanten Fragen gar nicht gestellt werden. "Der
Staat ist nicht machtlos, er könnte den Kapitalismus
ganz leicht humanisieren!" Lesen
Sie die Fortsetzung:
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Kapitalismus: wikipedia,
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india ©
Manfred J. Müller, Flensburg, 2006
Macht
die Globalisierung blind? Die
Humanisierung des Kapitalismus ist
möglich! Das
Märchen von der globalen
Marktwirtschaft... Ökosteuer:
In 20 Jahren unabhängig vom
Erdöl! Generation
Praktikum Warum
gibt es keine
Rentenanpassungen? "Wir
kriegen einfach keine
Leute!" Wie
schafft der Kapitalismus weltweit einen hohen
Wohlstand? Währungsdumping
- die schlimmste Spielart des
Protektionismus Weitere
interessante Seiten finden Sie auf www.anti-globalisierung.de,
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Raubtier-Kapitalismus:
Urwälder werden gerodet, weil die Renditen
stimmenDie
Humanisierung des Kapitalismus ist
möglich!
Als
töricht erweist sich auch die ständig
geschürte Hoffnung auf weltweit gültige
wirtschaftliche Spielregeln und Standardnormen zur
Beendigung des Dumpingsystems.
Mit der Hoffnung auf Besserung wird die Menschheit schon
seit einem halben Jahrhundert genasführt und man wird
sie mit diesem billigen Köder auch noch die
nächsten 200 Jahre besänftigen und hinhalten
wollen.
Die ewigen Ablenkungsdebatten müssen ein Ende
haben!
Mehr als diese unverschämte Schuldzuweisung fällt
den treuen Vasallen des Kapitals nicht ein. Die neoliberale
Abwärtsspirale als unsere einzige Chance zu verkaufen
ist an Schamlosigkeit kaum noch zu toppen.
Turbo-Kapitalismus
immer mehr Geld verschwindet in der Werbung
Kapitalismus
in der Krise - woran es wirklich hapert. Was ist zu
tun?
Weitere
Publikationen auf der Seite www.kapitalismus-online.de
Schafft
die Globalisierung wirklich Wohlstand und
Arbeitsplätze?.
Der
Kapitalismus muss nicht abgeschafft oder neu erfunden
werden. Einige wenige Stellschrauben würden
genügen, um den Raubtier-Kapitalismus zu
zähmen.
Marktwirtschaft
ist gut, soziale Marktwirtschaft noch besser. Aber
Globalisierung (totaler Freihandel durch Zollverzicht) und
Marktwirtschaft funktionieren nicht - beides zusammen kann
es nicht geben.
Predigen
kann man viel! Wer es ernst meint mit dem Umweltschutz und
der Abkoppelung von fossilen Energien, könnte dies ohne
weiteres erreichen.
Schlechtbezahlte
Minijobs, Leiharbeit und Gratis-Praktika sind zum
Kennzeichen einer ganzen Generation geworden. Die Politik
könnte diesen Ausverkauf der Arbeit schnell
beenden.
Alles
wird teurer, doch die Nettorenten sinken. Ist die Alterung
der Gesellschaft daran Schuld oder doch eher das Versagen
der Politik?
Sobald
die Konjunktur etwas anspringt, behaupten viele Unternehmer,
dass sie keine Leute bekämen (trotz anhaltender
Massenarbeitslosigkeit)
Ohne
Globalisierung könnte man den Entwicklungsländern
viel besser helfen..
Während
Medien und Politik engstirnig den Zollprotektionismus
geißeln, tricksen andere Länder mit völlig
unterbewerteten Währungen.
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".