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Wirtschaftlich
hat China die USA längst
überflügelt
Wann
wird China die neue Supermacht?
Das
China in den nächsten Jahrzehnten die USA als
Supermacht vom Platz 1 verdrängen wird, erwartet
insgeheim jeder politisch Interessierte.
Die Frage ist eigentlich nur, wann wird es sein und welche
Folgen wird es haben?
Wann
erfolgt die Ablösung?
Wirtschaftlich
gesehen ist die Wachablösung bereits längst
vollzogen. China produziert bereits weit mehr Güter und
Dienstleistungen, als die noch amtierende Großmacht
USA.
Dass
dies noch nicht so recht begriffen und eingestanden wird
liegt lediglich an den falschen Wechselkursen (der
chinesische Yuan ist maßlos unterbewertet).
Im Klartext: Wenn in China ein neuer Wolkenkratzer
hochgezogen wird, ist er auf dem Papier (selbst wenn der
Klotz absolut baugleich wäre) sehr viel weniger wert
als in den USA. Diese krasse Unterbewertung erfasst
sämtliche Bereiche. Selbst ein einfacher Haarschnitt
fließt in den USA zu einem vielfachen Preis in das
Bruttosozialprodukt ein.
Bleibt
den USA also schon heute nur noch ihre militärische
Überlegenheit. Aber militärische Macht ist in
unserer modernen Zeit eigentlich nur Folge einer
wirtschaftlichen Stärke. Und wirtschaftlich geht es in
den USA rapide bergab, genau wie in den anderen alten
Industrienationen. Das Riesenreich der USA ist nicht einmal
mehr in der Lage, den Eigenbedarf an Konsumartikeln
weitestgehend selbst zu decken.
Von
der Übermacht in die Abhängigkeit
Die
USA sind ein gutes Beispiel für den immer wieder in der
Geschichte vorzufindenden Untergang großer Kulturen.
Eine starke industrielle und finanzielle Basis gibt es nicht
mehr - stattdessen steigt die Abhängigkeit von
ausländischen Geldgebern, Rohstofflieferanten,
Herstellern und Spekulanten. Mit auf Pump finanzierten
Konjunkturprogrammen und waghalsiger Billigzinsstrategie
wird versucht, die Wirtschaft wieder flott zu bekommen.
Aber die Voraussetzungen dafür sind nicht gegeben -
weil die ausländische Billigkonkurrenz
übermächtig ist.
Der
Freihandel (Zollverzicht) besiegelt den Niedergang!
Irgendwann
wird es auch der USA-Regierung dämmern, dass ohne
ausgleichende Importsteuern das Schicksal der USA (und der
übrigen westlichen Welt) besiegelt ist. Denn es
findet sich nun einmal kein Mittel, bestehende
ökonomische Naturgesetze auszuschalten.
Ohne
Zollgrenzen kann kein Hochlohnland den gnadenlosen globalen
Verdrängungswettbewerb überleben. Wer diese
Logik leugnet, wird sich und sein Volk in den Abgrund
führen. Das globale Dumpingsystem lässt sich
nicht mit Appellen und Sonntagsreden ausschalten, sondern
eben nur mit Taten (z. B. Zollanhebungen oder höheren
Konsumsteuern).
Wird
China eine bessere Supermacht?
Für
China spricht, dass sie im Gegensatz zu den USA in den
letzten Jahrhunderten keine großen Kriege geführt
haben (keine anderen Länder überfallen haben),
sich nicht als Weltpolizei sahen und sich auch selten
irgendwo eingemischt haben. (Hätten sich die USA zum
Beispiel aus dem Ersten Weltkrieg völlig
herausgehalten, wäre es zu einem Zweiten Weltkrieg
wahrscheinlich nie gekommen).
Gleichwohl
aber wird China von einem autoritären Regime
geführt, was bei allen Demokraten grundsätzlich
ein Unbehagen auslöst (was geschieht, wenn in einem
solchen System ein ideologisch verblendeter Diktator (wie
Hitler) an die Macht kommt?
Wirtschaftlich
wird China die Fehler des Westens nicht wiederholen: Sie
werden dauerhaft nicht auf den totalen (zollfreien)
Freihandel setzen und sich somit der Gefahr widersetzen, von
ausländischer Billigkonkurrenz überrollt zu
werden.
Dadurch
wird es für die ausgelaugten Industrieländer des
Westens sehr schwer werden, wieder auf die Beine zu kommen,
zumal diese sich häufig durch ein überzogenes
Umverteilungssystem (was
ist soziale Gerechtigkeit)
von den kapitalistischen Grundtugenden (Leistung und
Marktwirtschaft) weit entfernt haben.
Wenn
nicht bald umgelenkt wird, ist es zu spät...
Die
meisten Industriebranchen in den westlichen Ländern
sind bereits vollständig verschwunden (ausgerottet
durch den zollfreien globalen Dumpingwettbewerb). Sollten
die westlichen Regierungen sich nicht bald besinnen und Sinn
und Zweck eines Zollsystems wieder verstehen lernen, ist der
weitere Absturz nicht mehr aufzuhalten. Die offene und
verdeckte
Massenarbeitslosigkeit
wird weiter um sich greifen, die Reallöhne immer weiter
absinken, der Sozialstaat schließlich
unfinanzierbar.
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www.parlamentswahlen.de
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".
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